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Die Chronik von St.Georgen im Pinzgau

2.000 vor Christi

Durch Gräberfunde konnte eine Besiedelung des Burgstalls am Weberpalven und des Kirchhügels, auf dem die heutige Kirche steht, in St.Georgen erstmals nachgewiesen werden. Hier muss eine vorgeschichtliche Siedlung gewesen sein.


500 nach Christi

Die Baiwaren = Bayern, ein junges Volk auf der Suche nach Lebensraum drang in dieses Gebiet ein.


928

Werbepalfenerfolgte die erste urkundliche Erwähnung von St.Georgen als „Niederhaim“ und zugleich ein Hinweis auf bayrische Besiedelung. Es ist anzunehmen, dass zu dieser Zeit eine Burg- oder Wehranlage auf dem Weberpalven stand. Auch eine Kapelle, die dem heiligen Georg geweiht war, ist um diese Zeit errichtet worden.


1100 - 1349

1100 wird das Gut Niederheim, der Besitzerin Gräfin Irmingard von Sulzbach dem Chorherrenstift Berchtesgaden übergeben.

1228 wird Erzbischof Eberhard II mit dem Pinzgau belehnt. Er gründete das Bistum Chiemsee, dem die Klöster Michaelbeuern und Berchtesgaden unterstanden. Niederheim unterstand dem Kloster Berchtesgaden.

1296 ist der Name „Hayberch“ = Heuberg, dem Amtshof in Niederheim, in einer Urkunde zu finden. Um diese Zeit gab es schon ein Urbaramt. Der Amtmann von Berchtesgaden, solle zu Niederheim über das Eigentum des Gotteshauses, seine Leute und die vielen zugehörigen Güter richten. Das Stift Berchtesgaden war immer bestrebt, seine Besitzungen zu arrondieren, also zusammenzulegen und zu erweitern, was zu einigen Grundtäuschen führte.

1348-1349 wütete die Pest in diesem Gebiet, und raffte etwa die Hälfte der Bevölkerung dahin.


1435

gab es den Grieser-Krieg, wegen einer Taverne = Gasthaus in Gries und in Högmoos.


Im Jahre 1435 hatte der Pfleger von Taxenbach, der dem Erzbischof von Salzburg unterstand, erlaubt, dass in Högmoos eine Taverne aufgemacht werde. Dagegen protestierte sofort der für Gries zuständige Amtmann am Heuberg, weil er durch die neue Taverne eine Beeinträchtigung des Grieser Gasthauses befürchtete, drohte er den Wirt von Högmoos zu verhaften. Doch der Högmooser-Wirt floh zum Pfleger nach Taxenbach, und dieser schickte Post, dass er den Amtmann von Heuberg einsperren werde. Der Streit wurde immer heftiger.

Man muss sich vorstellen, welchen Einfluss das Stift Berchtesgaden hatte, sich mit dem Erzbischof von Salzburg anzulegen. Berchtesgaden bekam Unterstützung vom Herzog von Österreich, und es kam zum förmlichen Kriege zwischen den Erzbischof von Salzburg und dem Herzog von Österreich. Die Kampfhandlungen waren aber im Raume Hüttenstein, Lueg und St.Gilgen und dauerten einige Jahre. Ruhe trat erst nach dem Tode des beteiligten Erzbischofes ein.


1500

war bereits ein Urbarpropst in Niederheim installiert, also eine Aufwertung des Amtsplatzes von Heuberg.  Bis zum Jahre 1803 blieb dann Heuberg, dem Jahr der Aufhebung des Stiftes Berchtesgaden, das Verwaltungszentrum für den Pinzgauer Stiftsbesitz. Der Urbarpropst war für die Verbuchung aller Art von Besitzwechsel, von Schuldscheinen, Geburtsbriefen, Testamenten und Handwerkszeugnissen, sowie für Grenzstreitigkeiten innerhalb der eigenen Grundherrschaft zuständig.

Mit Mittelalter verlief der Saumweg am rechten Salzachufer und führte über Lend, Embach, Höf, Kendlhof, Niederhof, Krössenbach nach Kaprun.

Mit der Zeit wurde der Pinzgau, ein einheitliches Verwaltungsgebiet. Der Name Pinzgau kommt von „Binsen“, was vom damals sehr sumpfigen Boden des Gaues abgeleitet wurde. Damit änderte sich auch für Niederheim die Bezeichnung, was gleitend erfolgt sein muss, da darüber keine Aufzeichnungen zu finden waren. St.Georgen in Niederheim war lange Zeit auch gebräuchlich. Im Laufe der Zeit hat sich der Name des Kirchenpatrons und der Kirche selbst auf den Weiler um die Kirche ausgedehnt und den ursprünglichen  Namen verdrängt.

Die dörfliche Bevölkerung war eine Interessengemeinschaft, die Mitglieder fühlten sich zusammengehörig und halfen einander. Sie hatten aber noch keine verbrieften Rechte und keine Möglichkeiten selbst etwas zu bestimmen oder eigene Vertretungsorgane zu haben. Eine Interessengemeinschaft  entsprechend der damaligen Organisationsform hatte natürlich nicht die Bezeichnung „Gemeinde“, sondern führte den Namen „Kreuztracht“. Wie gesagt, war für Verwaltung der Kreuztracht  St.Georgen der Urbarprobst am Heuberg zuständig. Die Kreuztrachten waren  in Rotten und Vierteln eingeteilt, wo für entfernt liegende Rotten sogar ein eigener Rottmeister bestellt war. Die Kreuztracht St.Georgen war unterteilt in Hoferrott, Winklerrott, Steinbacherrott, Niederhoferrott, Reitherrott und Brandenauerrott.


1613

ist die erste Erwähnung einer Schule in St.Georgen. Vorher, so nimmt man an, haben damals die Menschen, die des Lesens und Schreibens kundig waren, ihre Kenntnisse in einer Art „Hausunterricht“ weitergegeben. In der Anfangszeit der Schulen, waren es die Mesner die zugleich Schulunterricht erteilten, der häufig in einem Raum des Mesner-Hauses stattfand.
 Im Jahre 1758 konnten von 950 Einwohnern nur 38 lesen.

Nähere Angaben zu dieser Bildungseinrichtung unter www.vs-stgeorgen.salzburg.at.


1646

gab es im Bereich von St.Georgen eine Schiffslände, für den Fracht- und Floßverkehr vom Oberpinzgau herab. Weiters musste der Pinzgau im Auftrag des Bischofs sehr viel Holz für die Saline in Hallein liefern. Dieser Transport ist mittels bemannten Flossen auf der Salzach durchgeführt worden


1669

brannte das Schloss Heuberg ab, es wurde aber wieder aufgebaut.


1732

Heimatverein St. Georgen - Lindebrachte der große Reformator Martin Luther auch für St.Georgen unruhige Zeiten, wenn auch bei weitem nicht in dem Ausmaß wie in Taxenbach und Eschenau. Offensichtlich haben aber die verstreut liegenden Gehöfte die Agitation noch begünstigt, weil die Möglichkeit der Geheimhaltung der Zusammenkünfte der Abtrünnigen des katholischen Glaubens leichter war. Für die katholische Kirche war es keine leichte Zeit. Der neue protestantische Glaube ist bei der Bevölkerung gut angekommen. Der Protestantismus war also vielfach nicht eine ausschließlich religiöse Bewegung, sondern überwiegend ein Zeichen der Unzufriedenheit mit den kirchlichen Führungsorganen, vom Dechant bis zum Bischof und eine Art Bezeugung des Freiheitswillens. Es ging soweit, dass die Katholiken verspottet, persönliche Drohungen ausgesprochen und Verletzungen angedroht wurden Damals sprach man in St.Georgen öffentlich davon, dass man den papistischen = katholischen Glauben von der Erde ausrotten sollte.

Es mag sicher eine schwere Entscheidung für Erzbischof Leopold Anton Freiherrn von Firmian gewesen sein, als er sich entschloss gegen die Uneinsichtigen =  den Protestanten, schärfer vorzugehen und am 30.Oktober 1731 das Auswanderungsedikt erlassen hat. Rund 20.000 Menschen im Zuständigkeitsgebiet des Erzbischofes von Salzburg wanderten 1731/1732 um ihres Glaubens willens aus.

Rund 50 Personen aus der Kreuztracht St.Georgen wanderten aufgrund der erzbischöflichen Verfügung nach Norddeutschland aus, unter ihnen der Kirchenwirt von St.Georgen, Hans Empacher, der zu seinem Abschied eine Linde pflanzte. Die Linde ist heute Naturdenkmal und prägt das Ortsbild von St. Georgen.

Einer ganzen Reihe weiterer St.Georgener wurde die Landesverweisung angedroht. Sie mussten sich verpflichten, die vom Dechant von Taxenbach vorgeschriebenen Übungen  zu machen. Die Betroffenen waren angehalten 14 Tage Glaubensunterricht beim Dechant von Taxenbach zu nehmen, und ein Jahr lang alle Gottesdienste in der Dekanatskirche Taxenbach zu besuchen, ansonsten erfolgt Landesverweisung ohne Aufschub.

In den Jahren und Jahrzehnten nach diesen Aufregungen versuchte die katholische Kirche mit allen Mitteln die Religiosität und Frömmigkeit der Bevölkerung in ihrem Sinne zu beleben. So wurde am Faschingsonntag  der besondere Gottesdienst „Quinquagesima“ eingeführt, eine vierstündige Anbetung vor dem Allerheiligsten. Weiters wurden die Hauslehren, Gottesdienste in Bauernhöfen eingeführt.


1774

erließ Kaiserin Maria-Theresia die „Allgemeine Schulordnung“, und damit die Einführung eines Unterrichts für alle 6-12jährigen Kinder. Es gelang aber keineswegs, alle Kinder zu unterrichten, die Zahl der Analphabeten blieb hoch, und da der Pinzgau noch bayrisch war, war diese Anordnung erst später wirksam.


1805 - 1852

1805 kam für das Stift Berchtesgaden die Säkularisation, praktisch die Verstaatlichung des Besitzes

1811 entschloss sich die staatliche Führung in München, verschiedenes Berchtesgadisches Kameralgut, unter anderem auch dem Besitz Heuberg an Privatpersonen zu verkaufen. Heuberg ging an den Freiherrn Carl Ehrenbert von Moll.

1816 kam Salzburg und damit auch der Pinzgau in habsburgische Verwaltung und wurde damit österreichisch. Die Zuständigkeit der Verwaltung wanderte in die staatlichen Pflegschaftsgerichte, wie Taxenbach.

1835 fand die Gründung der Trachtenmusikkapelle St.Georgen statt.
Weitere Informationen zu diesem Klangkörper unter www.tmk-stgeorgen.at

1848 das Revolutionsjahr brachte verschiedene Änderungen im Gesetzeswerk und hatte natürlich Neuerungen in der Verwaltung jeder Dorfgemeinschaft zur Folge. Jede Gemeinschaft war bestrebt, sich selbst zu verwalten, eigene Rechte zu haben, eigene Entscheidungen zu treffen. So wurde ein provisorisches Gemeindegesetzt beschlossen, dass erst 1862 durch den Reichstag mit dem Reichsgemeindegesetz endgültig besiegelt wurde.

1850 wurde die Straße über Gries, St.Georgen, Glemmerwirt, Hundsdorf so verbessert, dass sie dem Durchzugsverkehr dienen konnte.

1852 brachte das Österreichische Reichsforstgesetz, welches Vorschriften über die Bewirtschaftung der Einforstungswälder festlegte.
Ausgangspunkt der Wald- und Weidenutzungsrechte sind die die mittelalterlichen Besitz- und Nutzungsverhältnisse von Grund und Boden. Um 1524 wurden von den Landsherren, damals die Bischöfe, Waldordnungen aufgestellt, in dem die  Servitute geregelt wurden. In dieser Verordnung sicherte sich auch die Geistlichkeit den Zugriff auf Holz für ihre Bergwerke und Salinen und das Recht zur Gewinnung von bestimmten Mineralien.

Mit Rücksicht auf die heimische Bevölkerung, wurde diese eingeforstet, dass heißt, jedes Bauernhaus, jeder Gewerbebetrieb bekam eine gewisse Menge an Nutz- und Brennholz aus den Wäldern welche Eigentum des Bischofs waren zugesprochen. Das Servitutsrecht, ist die beschränkte Nutzung fremder Sachen, deren Eigentümer verpflichtet ist, es zu dulden. In einer verbrieften Urkunde ist in detaillierter Form und Umfang der Dienstbarkeit festgehalten.
Auch heute gibt es noch tausende, aktive Servitutsrechte, für die Wälder der Österreichischen Bundesforste, als Verwalterin der jetzt in Staatsbesitz befindlichen Flächen.


1869

bringt das „Reichsvolksschulgesetz“ und damit den flächendeckenden Pflichtunterricht für alle Kinder, mit 8 Schulstufen. Die Wirkung dieses Gesetzes hatte in allen Bereichen des Lebens positive Auswirkungen auf die Gesellschaft.
 Interessantes, um diese Zeit, bis etwa 1870 schrieb man mit „Gänsekiel-Federn“, die „Stahlfedern“ konnten erst ab dieser Zeit hergestellt werden.


1892 - 1933

St. Georgen: 1) Pfarrhof - 2) Krämer - 3) Bründling - 4) Mesnerhaus - 5) Schulhaus alt - 6) Backofen-Wirt1892 ersetzte die „Krone“-Währung den seit Jahrhunderten verwendeten „Gulden“.

1895 eröffnete das Postamt Gries im Pinzgau seine Türen. Der Telegrafenverkehr wurde ab dem Jahre 1900, der Rundfunkdienst 1924, und der Telefondienst 1929 angeboten.

1899 fiel der Gemeinderatsbeschluss zum Neubau der Volksschule St.Georgen. In diesem Gebäude soll auch die Gemeindekanzlei untergebracht werden.
Bereits 1901 zogen 158 Schulkinder in das Gebäude ein.

1902 brachte eine große Rechtschreibreform, und ab dieser Zeit mussten alle Schüler einer Klasse das gleiche Schulbuch verwenden.

1903 fand die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr St.Georgen im Pinzgau statt.
Weitere Informationen zu dieser Einrichtung unter www.lz-stgeorgen.at

1914 begann der 1.Weltkrieg. Der anfänglichen Begeisterung erfolgte bald die Ernüchterung, Not, Elend, Unglück und vielfach auch Ausweglosigkeit. Bald wurden auch die Kinder, da viele Familienmitglieder im Felde waren, bei vielen Arbeitseinsätzen mit eingebunden. Die Zeiten wurden immer schwieriger und je öfter eine Hiobsbotschaft über den Tod eines Ortsbewohners eintraf, je gedrückter wurde die Stimmung.

1920 erreichte die Elektrizität den Ort St.Georgen, geliefert von der neu konstituierten Salzburger Aktiengesellschaft für Elektrizitätswirtschaft, kurz der SAFE. Die Glühlampe löste in vielen Häusern die Petroleumlampe ab.

1920 bis 1923 bestand in St.Georgen ein eigener Gendarmerieposten.

1923 feierte der Trachtenverein „D’Hundstoana“ , mit Sitz in St.Georgen im Pinzgau seine Gründung.
Nähere Angaben zum Verein unter www.heimatgruppe-hundstoana.at

1925 entschlossen sich mehrere Heimkehrer aus dem 1.Weltkrieg, in St.Georgen einen Krieger- und Veteranenverein zu gründen.

Mit 1.Jänner 1925 löste nach Inflationsproblemen die „Schilling“-Währung die vorher verwendete „Krone“ als Zahlungsmittel ab.

1929 ist der Staudachbach in Niederhof mit Unmassen von Geröll, Steinen und Gehölz hernieder gebrochen. Dabei wurde die Salzach bis Bruck aufgestaut. Das Sägewerk Heimhofer erlitt große Schäden und Holzverluste. Dieser Wildbach ist trotz wiederholter Verbauungen bei Unwettern derart angeschwollen, dass dabei immer gravierende Schäden entstanden sind, die längere Aufräumarbeiten erforderten. 1958 wurde durch die aufgestaute Salzach sogar die am Gegenhang verlaufende Eisenbahn unterwaschen und der Zugsverkehr für längere Zeit unterbrochen.

1933 besuchten 215 Kinder die Volksschule St.Georgen. Wegen Raumnot kam die Auslagerung einer Klasse in das Mesnerhaus.


1938

brachte mit dem Einmarsch der Deutschen Truppen das Ende der selbständigen Gemeinde St.Georgen im Pinzgau. Der letzte Bürgermeister war der Sägewerksbesitzer Peter Leyerer.

Das Gemeindeamt befand sich zuletzt im Schulgebäude. Für den Schulbetrieb in der Volksschule St.Georgen war es damals nicht ideal, dass in Schulgebäude auch die Gemeindekanzlei untergebracht war und der jeweiligen Lehrer zugleich jahrzehntelang auch als Gemeindeschreiber tätig war, da Parteienverkehr und Schulunterricht zeitgleich abzuwickeln waren..

Die ehemalige politische Gemeinde St.Georgen im Pinzgau hatte ein Flächenausmaß von 2.966 ha und zuletzt 738 Einwohner.

Die Gemeindegrenzen waren:

Der Schaidmoosgraben – Salzach -  Grieser Graben – Ostufer des Hundsteinsees – Hundsstein – Hönigkogel – Weberbach – Salzach – Mitterhofbach – Drei Brüder – Schaidmoosgraben.

Anzumerken ist auch, dass sich die Kirchensprengelgrenzen sowie die Schulsprengelgrenzen nicht mit den politischen Gemeindegrenzen deckten.

Die letzte Zeit der Eigenständigkeit der Gemeinde war überschattet von großen Sorgen. Die Geldnot drückte die Bewohner und die Gemeindeverwaltung ständig und die Zeit ab 1930 brachte dann noch politische Schwierigkeiten. Mit der Eingliederung Österreichs in das Deutsch Reich im März 1938 kam es zu grundlegenden Änderungen. Es verschwand der Name Österreich und die Gemeindeverwaltung wurde von Grund auf geändert. Damit ist die Gemeinde St.Georgen im Pinzgau aufgelöst und der Gemeinde Bruck an der Glocknerstraße einverleibt worden.

Kulturell aber lebt die „Gemeinde St.Georgen“ bis in die heutige Zeit, da viele Bräuche und Vereine, sowie der Zusammenhalt der Bevölkerung aus dieser Zeit erhalten geblieben sind.


1940 - 1960

1940 - 1942 ist unter dem Einsatz von Kriegsgefangenen eine neue Zufahrtsstraße nach St.Georgen errichtet worden, die heutige Westeinfahrt entlang des Steinbaches.

1944 erfolgte die Beschlagnahme aller Klassenräume der Volksschule durch die Deutsche Wehrmacht, um in diesem Räumen ein Luftwaffenlazarett zu errichten. Der Schulunterricht wurde im Tanzsaal des Kirchenwirts und im Mesnerhaus fortgesetzt.

1946 konnte mit amerikanischer Hilfe eine Schülerausspeisung in St.Georgen eingerichtet werden. Damit erhielten alle Schulkinder an Schultagen ein warmes Mittagessen.

1953 war das Trinkwasser im Ortsteil St.Georgen für ungenießbar erklärt worden, da tote Tiere am Grund des alten Hochbehälters entdeckt wurden. Die Einwohner St.Georgens versorgten sich mit Trinkwasser vom Herrenbründl am Dorfplatz.

1957 hatte St.Georgen noch 66  selbständig, bewirtschaftete Bauernhöfe.

Von 1957-1958 erfolgte auch die Neutrassierung und Verbreiterung der Salzachtalbundesstrasse, da der Kraftwagenverkehr durch die allgemeine Motorisierung stark zugenommen hat und die vorhandenen Kapazitäten bei weitem nicht mehr reichten.

St. Georgitag 19601958 erfolgte der Neubau der Wasserleitung und der Wasserversorgung mit Quellfassung für den ganzen Ort. Wasserspender war die Kendlhofquelle, deren Quellschüttung aber in den Wintermonaten sehr zurück ging, was wieder Versorgungsprobleme brachte.

In diesem Jahre errichtete man die Zufahrtsstraße durch den Grieser-Graben auf den Taxenbacher Großsonnberg und Brandenau.

1960 konnte die neue Salzbachbrücke beim Heimhofersägewerk dem Verkehr übergeben werden. Das vorige Bauwerk fiel der Hochwasserkatastrophe im Jahr 1958 zum Opfer.


1962 - 1968

Postamt Gries1962 erreichte die Telefonleitung St.Georgen, es gab aber nur sehr wenige Anschlüsse in Privathäusern. Im Postamt Gries konnte man schon seit 1929 telefonieren.

Auch die St.Georgnener Bauernschützen hatten in diesem Jahr ihre Gründungsversammlung.
Nähere Angaben unter

1964 kam es zur Errichtung der Volksschule Högmoos, und dadurch zur Änderung der Schulsprengelgrenze. Die Schüler aus Gries-Lacken und Tannberg, also Gemeindegebiet Taxenbach, werden nun in Högmoos unterrichtet.

In diesem Jahr beschloss die Brucker Gemeindevertretung die Einrichtung einer einheitlichen Müllabfuhr im Gemeindegebiet. Der Hausmüll wurde auf verschiedenen Deponien gelagert, und seit 1978 erfolgt die Verwertung bei der Firma ZEMKA

1967 kam es nach einem Unwetter zur Hochwasserkatastrophe im Grieser-Graben, wobei die Vermurung sogar die Bahnstrecke erreichte, und den Zugsverkehr stilllegte. In den Jahren 1967 bis 1974 wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen vorgenommen, von systematischer Verbauung im Ortsbereich von Gries, über dem Einbau von Steingrundschwellen mit Uferverbauung, sowie im Oberlauf des Baches eine Dossiersperre errichtet.

1968 ist das Schulgebäude in St.Georgen schon in sehr desolatem Zustand, und entspricht keineswegs mehr den geforderten Erfordernissen (nur zwei Klassenzimmer, keine Garderobe, kein Turnsaal, ölgetränkter Bretter-Fußboden, aufwändige Einzelofenheizung, u.ä.)


1970 - 1994

1970 nach einem Tiroler Beispiel wird in St.Georgen die erste Wabenschule im Bundesland Salzburg gebaut. Fertigstellung war bereits 1972.

1972 begannen die baulichen Maßnahmen zum Anschluss des Wasserversorgungsgebietes Gries-St.Georgen an die ergiebige Ortwasserleitung Bruck, als Abhilfe der Versorgungsprobleme.

1975 zogen die ersten Kinder in den neuen Kindergarten St.Georgen-Bienschwarm ein, der in neuen großen Pfarrhof die notwendigen Räumlichkeiten erhielt.

1977 verfügte die Brucker Gemeindevertretung den Abbruch des alten Schulhauses, dass zugleich früher auch das Gemeindeamt St.Georgen beheimatete.

1978 eröffnete die Raiffeisenkasse Bruck in Gries eine Filiale.

1987 wird durch ein Salzachhochwasser die Hoferlehenbrücke weggerissen.Diese Salzachbrücke wurde 1694 von Bewohnern der Hofer-Rott errichtet, da der Umweg über die Grieser-Brücke zu ihren jenseits der Salzach gelegenen Feldern zu weit war. Das Österreichische Bundesheer erbaute darauf hin eine Pionierbrücke über die Salzach, die im Frühjahr 1994 ohne weiteren Ersatz abgetragen wurde.

Hochwasser 1987 Hochwasser 1987 Salzachhochwasser 1987

 

 

 

 

 

 

 

1994 wird im Bereich St.Georgen die Straßenbeleuchtung installiert.


2002

wird die Europawährung „Euro“ auch bei uns offizielle Staatswährung, und löst den „Schilling“ im Zahlungsverkehr ab.

In diesem Jahr wurde auch das Postamt Gries gemäß einer Unternehmensvorgabe geschlossen.

20 Schilling Schein Postamtsinfotafel


2006

erfolgte eine Generalsanierung des Volksschulgebäudes, mit Fenstertausch, Einbau einer Pellets-Zentralheizung, Anbringung eines Vollwärmeschutzes an den Außenwänden.

Volksschule St. Georgen

 


2010

erreichte der Schülerstand an der Volkschule St.Georgen mit 46 Kindern einen Tiefpunkt, dann erreichten wieder stärker Jahrgänge das Schulalter.

VereinehausIn diesem Jahr wir auch das neu errichtete Vereinehaus seiner Bestimmung übergeben. In diesem Haus sind das Probelokal und Übungsräume für die Musikkapelle eingerichtet. In den Kellerräumen haben die übrigen Vereine Abstellmöglichkeiten. Das bisherige Musik-Probelokal wird von der Gemeinde dem Heimatverein als Ausstellungsraum zur Verfügung gestellt.